Monteverdi Chor Würzburg plant Großes

Radiobeitrag: Karol Szymanowski: "Stabat Mater" Francis Poulenc: "Stabat Mater" Lili Boulanger: "Psalm 130"

Der Monteverdi Chor in Würzburg hat sich in diesem Jahr etwas ganz besonderes vorgenommen. Die ambitionierten Sänger um Leiter Matthias Beckert wagen sich an eine anspruchsvolle Konzertreihe heran.

Den Auftakt bildet am Samstag (26.02.12) in der Würzburger Neubaukirche das "Stabat mater" von Francis Poulenc, der als einer der wichtigsten zeitgenössischen französischen Komponisten gilt.

Platz zwei beim Deutschen Chorwettbewerb
Für den richtigen Ehrgeiz unter den singenden Studenten sorgt Chorleiter Matthias Beckert. Er verlangt seinen Sängerinnen und Sängern einiges ab. Vielleicht gerade deshalb konnte der Chor in den zurückliegenden Jahren immer wieder Preise gewinnen. So gab es zum Beispiel 2010 beim deutschen Chorwettbewerb in Dortmund einen zweiten Platz zu feiern.

Beckert: "Sänger unglaublich talentiert"
Unter dem Motto "Würzburger Chorsinfonik" hat Beckert für dieses Jahr eine Konzertreihe ins Leben gerufen, die erst im Dezember enden wird. Von seinen Chormitgliedern ist der "Chef" hundertprozentig überzeugt: "Meine Sänger sind unglaublich talentiert und versiert. Viele haben Gesangsunterricht. Man merkt es auch am Stimmklang: Wir haben auch einige Hochschulabsolventen im Bereich Gesang hier. Es macht Spaß mit so einem Ensemble zu arbeiten."

Sehr düsterer Text
Das nun anstehende Poulenc-Werk "Stabat Mater" hat den Sänger Jeremia Schwachhöfer gleich in begeistert, obwohl "es ja insgesamt  ein sehr düsterer Text ist, der Schmerzen besingt und die Kreuzigungsszene beschreibt".  Schwachhöfer hat inzwischen fertig studiert und ist Lehrer für Mathematik und Religion. Dem Monteverdichor bleibt er trotzdem treu.

Kein Happyend
Im "Stabat mater" liegt ihm der Schlusschor besonders am Herzen: "Da tendieren manche Komponisten dazu, ein gewisses Happyend daraus zu machen. Das gefällt mir als Theologe besonders gut, dass das Paradies nicht als irgendwas Blühendes dargestellt ist, sondern da auch ein gewisses Fragezeichen gesetzt wird. Das hat er sehr gut in Musik gebracht."

Den vollständigen Radiobericht hören Sie hier: Bayerischer Rundfunk vom 24.02.2012
Autor: Ansgar Nöth